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Es braucht Zeit um Vertrauen aufzubauen- jedoch nur einen Moment um Vertrauen zu zerstören.

Unsere Fähigkeit den Mitmenschen zu vertrauen, hält die Gesellschaft im Innersten zusammen. Ohne die Annahme, dass eine Gegenseite uns grundsätzlich wohl gesonnen ist, geht gar nichts. Vertrauensexperimente zeigen, dass Menschen mit Autismus anderen Personen in der Regel zu wenig vertrauen und sich selbst jedoch nicht reflektieren können. Dies könnte ein Indiz dafür sein, weshalb es Menschen mit Autismus schwerfällt, eine reale Vertrauenskultur am Arbeitsplatz zu erleben bzw. zu geben. Ein Grund dafür ist, dass Menschen mit Autismus, deren Vertrauen einmal missbraucht wurde, dies als besonders schmerzhaft wahrnehmen. Sie erinnern sich viel häufiger an enttäuschtes Vertrauen als an die vielen Situationen, in denen zu Recht vertraut wurde. Mit instinktiver Begutachtung und Verweigerung wird versucht, diese negativen Erfahrungen zukünftig zu vermeiden. Dieses Misstrauen hat aber soziale und zu einem späteren Zeitpunkt auch wirtschaftliche Nachteile. In meinen Gesprächen mit betroffenem Arbeitnehmenden, erzählen mir oft, dass ihr Vertrauen schön öfter missbraucht wurde – meistens haben sie jedoch nicht verstanden warum. In der Regel wurde ihnen auch erst zu einem späteren Zeitpunkt klar, dass ihr Vertrauen missbraucht wurde. Aus dem einfachen Grund des „Nicht Merkens“ was in den zwischenmenschlichen Beziehungen am Arbeitsplatz stattfand. Oft wird hier aus neurotypischem Blickwinkel auch eine Art Naivität wahrgenommen. Dies kann bei nicht offener Kommunikation des Vorgesetzten oder Bezugsperson die Eskalation anheizen. Wie sagt der Volksmund so schön: „Vertrauen ist die Basis jeder Zusammenarbeit „Man kann davon ausgehen, dass der Aufbau von Vertrauen kein Gabe ist, sondern aufgrund bestimmter Verhaltensweisen und erarbeiteten Kompetenzen entsteht. Im Team und als Führungskraft muss man sich darum kümmern, so wahrgenommen zu werden, dass Vertrauen entsteht. Jedoch noch wichtiger ist, dass die Verantwortlichen, im speziellen, wenn Mitarbeitende mit Autismus im Team sind, auch dafür sorgen, dass ein Team die Gelegenheit zum Vertrauensaufbau - auch untereinander – bekommt. Dazu sind durch Führungsverantwortliche an oberster Spitze, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Vertrauen unabhängig von jeglichen menschlichen Besonderheiten möglich ist. Dies entsteht durch bekannte Ziele, Strukturen und eine transparente wertschätzenden Kommunikation, die mit den Menschen spricht und nicht über die Menschen.

 
 
 

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